Informations-Steckbrief - Uganda 
Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes vom 04.06.2026 - Aktuelles
Ebolafieber
Am 15. Mai 2026 wurde in der Demokratischen Republik Kongo ein Ebolafieber-Ausbruch in der Provinz Ituri gemeldet. Im Verlauf traten auch in den kongolesischen Provinzen Nord- und Süd-Kivu Fälle von Ebolafieber auf, die im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen in Ituri stehen.
Uganda hat am 15. Mai 2026 ebenfalls einen Ebolafieber-Ausbruch bestätigt. Sowohl in der Demokratischen Republik Kongo wie auch in Uganda wurde das Bundibugyo-Ebolavirus nachgewiesen. Im Gegensatz zu den Ebola-Zaire-Stämmen gibt es derzeit weder zugelassene spezifische Therapeutika noch Impfstoffe gegen das Bundibugyo-Ebolavirus.
Die WHO erklärte den aktuellen Ausbruch am 17. Mai 2026 zum „Public Health Emergency of International Concern (PHEIC)“. Laut WHO bestehen derzeit erhebliche Unklarheiten hinsichtlich der tatsächlichen Infektionszahlen, der geografischen Ausbreitung des Ausbruchs sowie der epidemiologischen Verknüpfungen zwischen bestätigten und vermuteten Fällen.
Bislang ist in Uganda lediglich ein Todesfall (verstorben am 14. Mai 2026 in Kampala) offiziell bestätigt.
Die ugandischen Behörden haben umgehend nach dem Ausbruch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet. Bislang ist in Uganda lediglich ein Todesfall (verstorben am 14. Mai 2026 in Kampala) offiziell bestätigt.
Am 27. Mai 2026 wurde die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo offiziell für vier Wochen geschlossen. Ausnahmeregelungen bestehen für medizinische, humanitäre und sicherheitsrelevante Einsätze sowie für Lebensmittel- und Frachttransporte.
Nach Aufenthalten in Uganda sollten Reisende sich vor Weiterreise in andere Staaten bei den dort zuständigen Stellen erkundigen, ob und ggf. unter welchen Auflagen (z.B. verstärkte gesundheitstechnische Kontrollen oder Quarantäne) die Einreise ins Zielland möglich ist.
- Halten Sie sich daher streng an die Auflagen der Behörden.
- Sehen Sie von nicht notwendigen Besuchen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen, der Teilnahme an Beerdigungen und dem Aufenthalt in großen Menschenmengen ab.
- Meiden Sie jeden Kontakt mit Erkrankten und Verdachtsfällen sowie deren Körperflüssigkeiten.
- Berühren Sie keine lebendigen und toten Wildtiere und verzehren Sie keine Wildtierprodukte.
- Melden Sie sich bei entsprechenden Symptomen bis zu 21 Tage nach Aufenthalt in der betroffenen Region telefonisch bei einem ärztlichen Dienst, um das weitere Procedere zu besprechen.
Sicherheit
Von nicht notwendigen Reisen in den Semliki-Nationalpark wird derzeit dringend abgeraten.
Von nicht notwendigen Reisen in das übrige Grenzgebiet zur Demokratischen Republik Kongo (20 km zum Grenzverlauf) wird derzeit abgeraten..
Bei Reisen
- in den Queen-Elisabeth-Nationalpark,
- in die Nationalparks „Mgahinga Gorilla National Park“, „Bwindi“ oder „Ruwenzori“,
- zu den Vulkanen Sabyinyo, Gahinga und Muhavura,
- im nordöstlichen Grenzgebiet zu Kenia (Karamoja),
sind Reisende dazu aufgefordert, besondere Vorsicht walten zu lassen, die Begleitung Ortskundiger in Betracht zu ziehen und sich zeitnah bei lokalen Sicherheitskräften über die aktuelle Sicherheitssituation vor Ort zu informieren.
Terrorismus
Es besteht weiterhin die Gefahr terroristischer Anschläge in ganz Uganda, von denen auch Ausländer betroffen sein können. Zuletzt gab es in der Nacht zum 19. und 25. Dezember 2023 einen Angriff auf zwei Dörfer südlich des Kibale-Nationalparks.
Im September und Oktober 2023 kam es zu mehreren Anschlägen in der Region Kasese und im Queen-Elizabeth-Nationalpark. Dabei kamen auch zwei ausländische Touristen ums Leben. Die ugandischen Behörden haben ihre Sicherheitsvorkehrungen in der Region, insbesondere an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, in der Folge ausgeweitet.
2021 kam es zu mehreren Anschlägen in der Region Kampala. Hierbei ereigneten sich im Zentrum von Kampala (Nakasero) zwei Bombenanschläge mit Todesopfern und Verletzten.
- Lassen Sie bitte besondere Vorsicht walten.
- Ziehen Sie die Begleitung durch Ortskundige in Betracht und informieren sich zeitnah bei lokalen Sicherheitskräften über die aktuelle Sicherheitssituation vor Ort.
- Sollten Sie sich aktuell in einem der Parks befinden, halten Sie engen Kontakt zu den Sicherheitskräften.
- Seien Sie insbesondere an belebten Orten wie Einkaufszentren und bei Veranstaltungen mit großen Menschenansammlungen, wie z. B. Konzerten, Gottesdiensten, Sportveranstaltungen, etc. sehr aufmerksam und vorsichtig. Entfernen Sie sich umgehend, wenn Sie etwas Ungewöhnliches beobachten und wenden Sie sich schnellstmöglich an die lokalen Sicherheitskräfte.
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Politische Spannungen und vereinzelt auftretende spontane Kundgebungen sowie ein hartes Einschreiten der Sicherheitskräfte können nicht ausgeschlossen werden.
Unruhen in der Demokratischen Republik Kongo und im Südsudan wirken sich gelegentlich auf angrenzende Gebiete in Uganda aus, insbesondere durch Zustrom von Flüchtlingen. Damit verbunden ist eine starke Militärpräsenz in der Grenzregion. Gelegentliche Auseinandersetzungen kommen in unmittelbarer Grenznähe vor, sodass auch der Besuch der ugandischen Nationalparks in diesem Gebiet - insbesondere des Semliki-Nationalparks, des Rwenzori-Nationalparks und des südlichen Teils des Queen-Elizabeth-Nationalparks (Ishasha) - Gefahren bergen kann.
- Seien Sie bei Reisen innerhalb Ugandas stets vorsichtig und wachsam.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen grundsätzlich weiträumig und entfernen Sie sich umgehend, wenn Sie Auseinandersetzungen in Ihrer Nähe beobachten.
- Befolgen Sie Anweisungen der Sicherheitskräfte.
- Tragen Sie sich unabhängig von der Dauer Ihres Aufenthalts in die Krisenvorsorgeliste (auch als App für iOs und Android) des Auswärtigen Amts ein und achten Sie darauf, dass Ihre dort hinterlegten Daten stets aktuell und vollständig sind. Schalten Sie die Funktion der Notfallbenachrichtigung per SMS frei, damit Sie auch ohne Internetzugang über wichtige Entwicklungen der Sicherheitslage informiert werden können.
- Erkundigen Sie sich vor Besuchen der ugandischen Nationalparks im Südwesten und Westen unbedingt über die aktuelle Sicherheitslage vor Ort.
- Meiden Sie das unmittelbare Grenzgebiet zur Demokratischen Republik Kongo möglichst und beachten Sie die dortige Teilreisewarnung.
- Seien Sie auch im Grenzgebiet zu Südsudan besonders vorsichtig und beachten Sie die dort geltende Reisewarnung.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
Kriminalität
Die Kriminalitätsrate ist erhöht. Landesweit sind bewaffnete Überfälle, Autodiebstähle und –raub („Carjacking“) sowie Entführungen möglich, auch gegenüber Ausländern.
Es kommt gerade in Kampala immer wieder zu, von Motorradtaxi-Fahrern verübten, Raubüberfällen auf Fußgänger. Diese Überfälle finden vermehrt auch tagsüber statt. Fußgänger werden von den schnell heranfahrenden „Boda-Bodas“ überrascht, brutal niedergeschlagen und ausgeraubt, oder es wird versucht, im Vorbeifahren die Handtasche oder den Rucksack zu entreißen. Dabei sind Verletzungen möglich.
Auch Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl, Handtaschenraub und Hoteleinbrüche kommen regelmäßig vor. Die Gefahren sind bei Dunkelheit besonders groß.
Diebstähle aus Fahrzeugen können bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr erfolgen, wie z.B. im Stau, an Kreuzungen bzw. im langsamen Verkehrsfluss.
Entlang der Grenze zu Kenia in der Region Karamoja sowie beim Besuch des Kidepo-Nationalparks nahe der südsudanesischen Grenze besteht ein erhöhtes Risiko von Übergriffen bewaffneter Banden.
- Verzichten Sie nach Einbruch der Dunkelheit auf Spaziergänge, insbesondere abseits der Hauptstraßen im Zentrum Kampalas.
- Seien Sie besonders aufmerksam, wenn Sie in Kampala zu Fuß unterwegs sind, und meiden Sie ruhige Nebenstraßen mit weniger Verkehr.
- Halten Sie Ihr Mobiltelefon nicht in der Hand und tragen Sie Ihre Tasche stets auf der straßenabgewandten Seite.
- Leisten Sie keinen Widerstand, wenn Sie ausgeraubt werden.
- Vermeiden Sie Nachtfahrten außerhalb von Kampala und der Hauptstrecke nach Entebbe.
- Halten Sie Fenster und Türen im Hotel wie auch in Fahrzeugen stets verschlossen und verriegelt und lassen Sie keine Wertsachen sichtbar liegen.
- Vermeiden Sie bei Reisen in die Region Karamoja im Nordosten einen Aufenthalt direkt an der Grenze zu Kenia.
- Halten Sie auch möglichst Abstand zur Grenze zu Südsudan und bewegen sich dort nur in Begleitung erfahrener Führer oder Reiseveranstalter.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Geben Sie bargeldlosen Zahlungen den Vorzug und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen oder auffälligen Schmuck mit.
- Lassen Sie Getränke und Speisen in Lokalen nie unbeaufsichtigt.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, an Bahnhöfen, auf Märkten und insbesondere im Kreuzungsbereich um den Clock Tower und die Industrial Zone in Kampala besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
| Name Kurzform: | Uganda | ||
| Name Vollform: | Republik Uganda | ||
| Eigenname(n): | Republic of Uganda | ||
| Bezeichnung der Staatsangehörigen: | Ugander (in) | ||
| Adjektiv: | ugandisch | ||
| Amtssprache: | Englisch | ||
| Hauptstadt: | Kampala | ||
| Regierungsform: | Präsidialrepublik | ||
| Staatsoberhaupt: | Yoweri Kaguta Museveni (seit 29.01.1986) | ||
| Vizepräsidentin: | Jessica Alupo (seit 21.06.2021) | ||
| Regierungschefin: | Robinah Nabbanja (seit 21.06.2021) | ||
| Außenminister: | Jeje Odongo (seit 21.06.2021) | ||
| Fläche: | 236.860 km² | ||
| Einwohner: | 31.369.972 (Stand Juli 2008) 1 | ||
| Human Development Index: | 0,550 = Rang 159 von 193 2 | ||
| Korruptionswahrnehmungsindex: | 2,6 = Rang 126 von 180 3 | ||
| Nationalfeiertag: | 9. Oktober (Unabhängigkeitstag) | ||
| Währung: | Uganda-Schilling = 100 Cents | ||
| Mitgliedschaften: | Vereinte Nationen, Afrikanische Union, EAC (East African Community), Organisation Islamische Konferenz (OIC), AKP (Gemeinschaft der asiatischen, karibischen und pazifischen Staaten), Commonwealth, COMESA (Wirtschaftsgemeinschaft für Ost- und zentrales Afrika), IGAD (Intergovernmental Authority on Development), Nile Basin Initiative (10 Staaten des Nil-Einzugsgebiets) 4 | ||
| Unabhängigkeit: | 09.10.1962 von Großbritanien | ||
| Zwei- bzw. Drei-Buchstaben-Code nach der Norm DIN EN ISO 3166-1: |
UG/UGA | ||
| Olympische Länderkürzel: | UGA | ||
| Kfz-Kennzeichen: | EAU | ||
| Internationale Vorwahl: | +256 | ||
| Internet Top Level Domain: | .ug | ||
| Zeitzone Universal Time Coordonné: | + 3 Stunden | ||
| Zeitzone Mitteleuropäische Zeit: | + 2 Stunden |
Auf der Homepage des Auswärtigen Amtes finden Sie unter anderem folgende Informationen:
- Reise- und Sicherheitshinweise
- Webseiten der deutschen Auslandsvertretungen - Anschriften und Internet-Adressen der deutschen Auslandsvertretungen und der für Deutschland zuständigen fremden Missionen
Quellen: 1 CIA World Factbook, 2 Die Rangliste des Human Development Reports 2022 wurde im Rahmen des Human Development Report 2023/2024 am 13. März 2024 veröffentlicht. 3 Transparency International Korruptionswahrnehmungsindex 2008, 4 Auswärtiges Amt
Sollten Ihnen Fehler oder Links die nicht stimmen auffallen, bitte ich Sie mich unter folgender E-Mail-Adresse webmaster@afrikaman.de zu informieren. Auch konstruktive Kritik und Anregungen können Sie an o.a. Adresse senden.
Hier geht´s zur Länderliste oder zum Seitenanfang.