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Der Leberwurstbaum - Kigelia africana

Eine alte Weisheit besagt, dass der schlechteste Platz zum Übernachten unter einem Leberwurstbaum ist. Wenn man nicht von den bis zu fünf kg schweren Früchten erschlagen wird, dann wird man von den Elefanten, die zum Fressen der Früchte kommen, vertrieben.

Einem alten Aberglauben zufolge beschützt die Frucht des Leberwurstbaums, wenn sie in einer Ecke der Hütte aufgehängt wird, diese vor Wirbelstürme.

Der Baum stammt ursprünglich aus Westafrika, er ist heute aber in ganz Afrika verbreitet. Er wird ca. 18 m hoch und hat eine breite, schattenspendende Krone. Die Rinde ist bei jüngeren Bäumen glatt, bei alten dagegen fällt die Rinde ab wie Schuppen.

Er trägt die für ihn typischen, bis zu ein Meter langen fleischigen, wurstähnlichen Früchte. Deren Oberfläche ist stark aufgerauht. Da die Früchte viel Wasser enthalten, können sie ein Gewicht zwischen fünf bis acht kg haben. In das faserige Fruchtmark sind zahlreiche Samen eingebettet. Unreife Früchte sind besonders giftig. Die reifen Früchte dagegen werden zum Bierbrauen verwendet bzw. während Hungersnöten auch gegessen.

Die großen variantenreichen Blüten haben einen Durchmesser von etwa 13 cm. Ihre Farben reichen von kastanienbraun über weinrot, lilagelb bis braunviolett mit gelben Streifen oder dunkelroten Punkten. Die Blüten erzeugen, wenn sie sich abends öffnen, eine beachtliche Menge an Nektar, der für uns Menschen einen unangenehmen Duft verströmt. Die Fledermäuse jedoch werden durch diesen Geruch angelockt und bestäuben so den Baum. Am nächsten Morgen sind die Blüten oft schon welk und dienen den Buschschweinen und Kaffernbüffeln als Nahrung.

Die Früchte, die Rinde und die Wurzeln werden von den Einheimischen zur Herstellung von Heilmitteln verwendet. Sie werden zur Heilung von Bandwürmern, Geschwüren, der Ruhr, Rheuma und Syphilis eingesetzt.

Leberwurstbaum Leberwurstbaum Leberwurstbaum Leberwurstbaum Leberwurstbaum
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