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Omar Hassan Ahmad al-Bashir

Omar Hassan Ahmad al-Bashir geboren am 01.01.1944 in Hosh Bonnaga ist Staatspräsident des Sudan. Er stammt von einer alten, sehr einflussreichen Familie im islamisch dominierten Norden ab.
Er absolvierte Militärakademien in Ägypten, Malaysia, Pakistan und 1988 auch in den USA. Er verfügt über militärische Erfahrungen aus seiner Teilnahme am Jom-Kippur-Krieg 1973 gegen Israel auf ägyptischer Seite. Nach seiner Rückkehr aus Ägypten war er im Kampf der Regierungstruppen gegen die Sudan People`s Liberation Army (SPLA) im Süden des Landes eingesetzt. Dabei stieg er bis Mitte der 1980er Jahre in die Führungsränge der Armee auf. Al-Bashir förderte in seinem Herrschaftsbereich die Anwendung der Scharia tatkräftig. Wenn er den Eindruck hatte, dass einzelne Islamisten im eigenen Lager seine Macht gefährdeten, ging er auch gegen diese Glaubensfreunde vor.
Am 30. Juni 1989 übernahm er nach einem unblutigen Militärputsch die Macht im Sudan. Er gründete den Revolutionären Kommandorat zur Errettung der Nation (RCC), ernannte sich zum Oberkommandierenden der Streitkräfte und zum Staatsoberhaupt. Ab 1993 wurde al-Bashir auch formell Staatspräsident und in dieser Funktion bei Wahlen 1996 und 2000 im Amt bestätigt. 1999 unterband al-Bashir eine Verfassungsänderung, welche seine Macht beschnitten hätte, durch Auflösung des Parlaments.
Die Verstärkung der Islamisierungstendenzen führte zum Bruch mit dem Westen und zur Intensivierung des Bürgerkrieges im Südsudan und zu einer zunehmenden Isolierung des Landes.

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